Eine Erfolgsgeschichte für Potsdam und die gesamte deutsche Start-up-Szene

SAP kauft Start-up Signavio für eine Milliarde Euro

Zwei Männerschatten, die sie die Hände schütteln
Zwei Männerschatten, die sie die Hände schütteln
Quelle: pixabay
11. Februar 2021

Am 27. Januar 2021 wurde die Übernahme des von der Universität Potsdam geförderten Start-ups Signavio durch den europäischen Software-Giganten SAP bekannt gegeben. Die Übernahme stärkt nicht nur Potsdams Rolle als wichtiger Innovationsstandort und Tech-Metropole, sondern ist eine Erfolgsgeschichte für die gesamte deutsche Start-up-Szene.

Was steckt hinter Signavio?

Signavio bietet eine B2B-Software zur Prozessoptimierung an. Mit der Cloud-Software erhalten Unternehmen ein Tool, das Arbeitsläufe erkennt, analysiert und Optimierungsmaßnahmen entwickelt. Mithilfe des Tools können Geschäftsprozesse direkt im Browser, also ohne die Installation weiterer Software, erstellt und bearbeitet werden. Laut Signavio nutzen bereits mehr als 1.300 Firmenkunden die Cloud-Software, darunter Bosch.

Mit der Übernahme verknüpft SAP den eigenen Geschäftsbereich Business Process Intelligence mit der Signavio-Technologie. Das Ziel: Unternehmen sollen zukünftig ihre gesamten Geschäftsprozesse noch einfacher und schneller verstehen, optimieren, steuern und transformieren können.

Wie alles begann

Gegründet wurde Signavio 2009 von Gero Decker, Torben Schreiter, Nicolas Peters und Willi Tscheschner – ehemalige Studenten am Hasso-Plattner-Institut (HPI) –, die zum Teil einst selbst den Vorlesungen des SAP-Gründers Hasso Plattner lauschten. Das HPI ist ein An-Institut der Universität Potsdam, das seinen Studierenden einzigartige praxis- und innovationsorientierte Studiengänge im Bereich IT Systemtechnik und Data Engineering bietet. Gefördert und unterstützt wurde Signavio insbesondere von Potsdam Transfer – dem Start-up-Service der Universität Potsdam.

Vom Start-up zum Global Player

Mittlerweile beschäftigt die Firma Signavio, die mit einem EXIST-Stipendium gegründet wurde, mehr als 300 Mitarbeitende und besitzt Standorte in den USA, Niederlanden, Australien, Singapur, Japan, Indien, Großbritannien, Frankreich, Schweden und der Schweiz. Der Hauptsitz ist in Berlin.