Nach Corona-Knick hat sich Zahl der Start-ups 2021 wieder erholt

KfW-Start-up-Report 2022

Hände von Läufern an der Startlinie
Hände von Läufern an der Startlinie
© KfW
28. September 2022

Der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland hat sich wieder erholt. Nach dem coronabedingten Knick im Jahr 2020 stieg die Zahl der Start-ups 2021 auf 61.000 an. Das lag zum einen an der wiederbelebten Gründungstätigkeit. Zum anderen ist anzunehmen, dass einige Gründerinnen und Gründer junger Unternehmen nach dem verdauten Corona-Schock ihre Wachstumsambitionen neu entdeckten und somit zurück in die Start-up-Definition fallen.

Für Start-ups mit sehr hohem Kapital- oder Wachstumsbedarf kann Venture Capital eine zum Cash-flow- und Risikoprofil passende Finanzierungsform sein. Dabei zeigt sich: Gründerinnen und Gründer, die VC nutzen wollen, haben eher Merkmale, die den VC-Zugang erleichtern: Sie vereinen häufiger Innovations- und Wachstumsorientierung, haben häufiger einen akademischen Hintergrund, haben deutlich häufiger digitale Angebote, internetbasierte Geschäftsmodelle und internationale Zielmärkte.

Es zeigt sich allerdings auch, dass Start-up-Gründerinnen seltener eine VC-Finanzierung anstreben und jüngere Gründerinnen und Gründer sich überdurchschnittlich häufig über VC finanzieren wollen. Beides kann eine Reaktion auf Vorurteile sein, die im VC-Ökosystem offenbar verbreitet sind.
 

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