Das war Frauen auf dem Weg 2026

Vernetzung, Inspiration und Mut für Gründerinnen in Potsdam

Am 12. März 2026 hatte die Landeshauptstadt Potsdam Gründerinnen, Unternehmerinnen sowie interessierte Potsdamerinnen und Potsdamer zur Veranstaltung „Frauen auf dem Weg“ in die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam eingeladen. Rund 250 Gäste nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für berufliche Wege und Gründungsideen zu erhalten.

Die Veranstaltung war Teil der Brandenburgischen Frauenwochen, die in diesem Jahr unter dem Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“ standen. In einer Videobotschaft betonte Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel in diesem Zusammenhang, dass Frauen im Berufsleben noch immer vor besonderen Herausforderungen stünden – etwa bei der Unternehmensgründung oder in Führungspositionen. Viele Frauen erlebten weiterhin strukturelle Hürden. Die Frauenwochen seien deshalb ein wichtiger Anlass, diese Erfahrungen sichtbar zu machen und zugleich Mut zu fassen, Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu unterstützen.

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Gemeinsame Initiative vieler Partner

„Frauen auf dem Weg“ wurde als gemeinsame Initiative der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Potsdam, der Industrie- und Handelskammer Potsdam, der Handwerkskammer Potsdam, der Social Impact gGmbH, der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg (WFBB), des Autonomen Frauenzentrums Potsdam, der Lotsendienste Potsdam und Potsdam-Mittelmark sowie der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) organisiert. Durch den Nachmittag führte Moderatorin Kiara Sobina.

Bereits ab 15 Uhr konnten sich Besucherinnen und Besucher auf dem Marktplatz an verschiedenen Partnerständen über Unterstützungsangebote für Frauen in Potsdam informieren. Auch Gründerinnen und Unternehmerinnen stellten ihre Geschäftsideen vor und beantworteten Fragen aus dem Publikum.

Starke Frauen in Führungspositionen

Im Panel „Wirtschaft trifft Frauen – Starke Frauen. Starke Führung.“ diskutierten Ina Hänsel, Präsidentin der IHK Potsdam, Dörthe Thie, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Potsdam, Kerstin Jöntgen, Vorständin der Investitionsbank des Landes Brandenburg, sowie Potsdams Gleichstellungsbeauftragte Claudia Sprengel über ihre Erfahrungen und Herausforderungen in Führungspositionen.

Claudia Sprengel, Ina Hänsel, Dörthe Thie und Kerstin Jöntgen auf der Bühne
© Michael Lüder

Claudia Sprengel, Ina Hänsel, Dörthe Thie und Kerstin Jöntgen

Cesy Leonard
© Michael Lüder

Mut zur Veränderung

Für Inspiration sorgte anschließend ein Vortrag der Aktionskünstlerin und Gründerin der Initiative „Radikale Töchter“, Cesy Leonard. Unter dem Titel „MACHEN.MACHT.MUT“ rief sie dazu auf, gesellschaftliche Veränderungen aktiv mitzugestalten. In ihrem Beitrag ermutigte sie dazu, Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen – im Kleinen wie im Großen.

Gründerinnen erzählen ihre „MutGeschichten“

Persönliche Einblicke bot der anschließende Talk „MutGeschichten“. Vier Gründerinnen und Unternehmerinnen berichteten dort von ihrem Weg in die Selbstständigkeit: Lisa Pittelkow, die Anfang 2026 das Potsdamer Optikgeschäft Carreé Optik übernommen hatte, Nicole Riekeles mit ihren „Lebendigen Naturgärten“, Andrea Lange vom Unterstützungsangebot „Hin & Herz“ für ältere Menschen und deren Angehörige sowie die Hörfunkjournalistin und PR-Fachfrau Annette Weiß, die mit ihrem Unternehmen „funkenweiss“ Unternehmenspodcasts entwickelt und produziert.

Nicole Riekeles, Annette Weiß und Andrea Lange
© Michael Lüder

Nicole Riekeles, Annette Weiß und Andrea Lange 

Workshops und Ausklang in lockerer Atmosphäre

Ulrike Spaak vor Publikum
© Michael Lüder

Ulrike Spaak

Parallel dazu fanden drei Workshops statt, in denen sich die Teilnehmenden aktiv einbringen konnten. Themen waren unter anderem Positive Leadership für Frauen in Führungspositionen, Zukunftskompetenzen für Frauen in technischen Berufen sowie die Rolle des Mindsets beim Schritt in die Selbstständigkeit. 

Darüber hinaus stellte die bundesweite gründerinnenagentur (bga) das Projekt „Kite“ vor – eine Trainings-App, mit der Gründerinnen typische Situationen im Gründungsprozess spielerisch üben können.

Viele Frauen im Foyer der IHK Potsdam
© Michael Lüder

Beim anschließenden Ausklang mit Snacks, Getränken und Musik von Betty Beat nutzten viele Gäste die Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Veranstaltung bot damit nicht nur Informationen und Inspiration, sondern vor allem Raum für Austausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung.

Vielen Dank an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter für diesen tollen und inspirierenden Nachmittag!